21. April 2006
Zu wenig Lehrstellen im Land
DGB fordert erneut Abgabe für die ausbildungsunwilligen Betriebe
Schwerin/Rostock (dpa) Angesichts der schlechten Ausbildungslage
hat der DGB Nord erneut eine Ausbildungsumlage gefordert. Einerseits würden
die Appelle aus der Politik den Jugendlichen nicht helfen, andererseits hätten
die öffentlichen Kassen „gigantische Aufwendungen“ für
Fördermaßnahmen und außerbetriebliche Ausbildung, sagte der
stellvertretende Vorsitzende Ingo Schlüter. Der Ausbildungspakt sei gescheitert.
„Die Betriebe, die ausbilden, sollen unterstützt werden; die, die
sich entziehen, sollen diese gesamtgesellschaftlichen Kosten mittragen“,
sagte er. Wenigstens sollten aber nach Ansicht des Gewerkschaftlers in einem
ersten Schritt ausbildende Betriebe die Gebühren für die Abschlussprüfungen
von den Kammern erstattet bekommen. Pro Auszubildenden seien das 600 Euro. 2005/06
kamen nach DGB-Angaben nur 40 betriebliche Plätze auf 100 Bewerber. Schlüter
forderte deshalb auch, dass das Niveau der außerbetrieblichen Ausbildung
gehalten werden müsse. Der DGB unterstütze zudem Planungen der Landesregierung
für eine Beschäftigungsinitiative, mit der junge ausgebildete Menschen
beim Einstieg in den Job unterstützt werden.
